Eiweiß als wichtiger Baustein der Ernährung

Eiweiße sind Riesenmolekühle. Ihre Bausteine heißen Aminosäuren. Je nach Anordnung der einzelnen Aminosäuren entstehen unterschiedliche Proteine. Der Körper zerlegt Eiweiss in diese Aminosäuren und setzt daraus seine eigenen Eiweiße zusammen. Die Aminosäuren werden zum Aufbau von Muskeln, Hormonen sowie auch für körpereigene Enzyme benötigt.

Proteine sind neben den Kohlehydraten und den Fetten als Energielieferanten für den Körper lebenswichtig. Nur ist Eiweiss im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Fetten nicht im Körper speicherbar. Daher muss es mit der Nahrung laufend zugeführt werden. Eine vielseitige Ernährung deckt die breite Palette aller lebensnotwendigen Aminosäuren ab. Es besteht auch die Möglichkeit, diese über Proteinhydrolysate einzunehmen. Diese sind künstlich vorverdaute Proteine, die daher bereits teilweise freie Aminosäuren enthalten.

Von den 20 natürlich vorkommenden Aminosäuren, die für die körpereigene Proteinbiosynthese benötigt werden, können 8 vom Körper nicht selber hergestellt werden. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Fehlt auch nur eine davon, ist der Eiweißstoffwechsel beeinträchtigt. Zu diesen sogenannten „essentiellen Aminosäuren" gehören Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Isoleucin, Valin, Threonin und Tryptophan. Für Säuglinge sind zusätzlich Arginin und Histidin essentiell. Außer Lysin, das in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln nicht oder nur unzureichend enthalten ist, sind die essentiellen Aminosäuren sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Proteinen enthalten.

Für den „normalen" Erwachsenen wird täglich eine Aufnahme von 0,7 g - 1 g Proteine pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Bei dieser Mengenempfehlung ist bereits berücksichtigt, dass es sich dabei um qualitativ hochwertige Proteine handelt. Es sollten Proteine sein, die gut verdaulich sind und darüber hinaus essentielle Aminosäuren in ausreichendem Maß enthalten. Ist dies nicht der Fall, können die Proteine aus der Nahrung nicht optimal in körpereigene Proteine umgesetzt werden.

Sportler, Menschen der Generation 50+, Personen die z.B. eine Eiweiß-Diät halten, Schwangere und Stillende sowie Jugendliche in der Wachstumsphase weisen zudem einen erhöhten Bedarf an Proteinen auf.


Personengruppen mit erhöhtem Proteinbedarf

Natürliche Proteinquellen

Wirkungsweise bzw. Ziele der Einnahme von zusätzlichen Proteinen

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